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„Hier bist du sicher“: Projekt des Jugendfonds bietet Kindern Hilfe in Geschäften / Teilnehmerakquise läuft

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Von Nina Ernst

Aufkleber Hier bist Du sicher

Baden-Baden – An rund 25 Geschäften in der Kurstadt prangt er schon: Der orangfarbene Aufkleber mit der Aufschrift „Hier bist du sicher“. Und es sollen noch mehr werden. Das signalisiert Cornelia Geiger-Markowsky. Sie ist Vorsitzende des Jugendfonds der Bürgerstiftung Baden-Baden, der das Projekt im vergangenen Jahr initiiert hat.

Geiger-Markowsky zieht bisher ein rundum positives Fazit der Aktion, die sich hauptsächlich an die jungen Mitbürger der Stadt richtet. Ihnen soll durch die Aufkleber, die an den Eingangstüren oder Schaufenstern der teilnehmenden Ladengeschäfte angebracht sind, gezeigt werden: Wenn du Hilfe und Schutz brauchst, komm herein, hier wird dir geholfen. Und zwar ganz egal, um welche Notsituation es sich dabei handelt. Geiger-Markowsky nennt zwei Praxisbeispiele: Ein kleiner Junge, der vergessen hatte, welchen Bus er nehmen muss, sowie ein Mädchen, das seine Mutter beim Einkaufen verloren hatte – beide hätten sich vertrauensvoll an die Menschen in Geschäften mit dem Aufkleber gewandt.

„Es läuft hier wirklich gut. Wir stoßen überall auf offene Ohren“, freut sich die Vorsitzende des Jugendfonds. Geiger-Markowsky gibt aber auch unumwunden zu: „Es liegt an uns.“ Damit verweist sie darauf, dass das Jugendfonds-Team in der jüngsten Zeit mit dem Vorantreiben der Aktion etwas hinten dran sei. Zeitlich bedingt, sagt sie, schließlich seien sie und ihre Mitstreiter neben ihren Berufen alle ehrenamtlich für die Stiftung engagiert. In der vergangenen Woche startete der Jugendfonds nun aber laut Geiger-Markowsky eine neue „Offensive“, Kapazitäten der Ehrenamtlichen seien wieder da: Es soll besprochen werden, wie es weitergehen wird und dementsprechend sollen Aufgaben genau verteilt werden. Ganz oben auf der Agenda stehe es, weitere Geschäfte anzusprechen. Vor allem in den Außenstadtteilen und eben dort, wo Schulwege sind, solle vermehrt Akquise betrieben werden.

Die Vorsitzende berichtet, dass bisher durchweg alle angesprochenen Geschäfte positiv reagiert hätten. Bei inhabergeführten Geschäften gehe es dann meist schnell, bis der Aufkleber angebracht ist, bei Franchiseunternehmen dauere es manches Mal etwas länger bis die Chefetagen grünes Licht geben.

Auch freue man sich sehr über die Rückendeckung der Stadt, und darüber, dass auch die Polizei das Projekt ausdrücklich begrüße. Geiger-Markowsky führt aus, dass Ende 2018 alle Rektoren der Grundschulen sowie der Gesamtelternbeirat ins Boot geholt wurden. Diese hätten unter anderem zu kleinen Schlüsselanhängern mit dem Symbol angeregt, um den Schülern den Sinn des Aufklebers näherzubringen. Auch wolle man mit den Schülern Spaziergänge durch die Stadt unternehmen, um die teilnehmenden Geschäfte zu zeigen.

Zwar seien Fünf- bis Zehnjährige die Zielgruppe von „Hier bist du sicher“, aber Cornelia Geiger-Markowsky sieht eigentlich keine Grenzen: Alle, auch Senioren, sollen dadurch einen niederschwelliger Zugang zur Hilfe bekommen. Und ihr schwebt noch „Bombastischeres“ vor: Die Aktion soll in der Gesellschaft ein „bürgerschaftliches Miteinander“ fördern und alle dazu sensibilisieren, hinzuschauen und nachzufragen.